Gewässer und Seen in Deutschland
Größere und kleinere Gewässer bieten vielen Leuten einen großen Freizeit- und Erholungswert. Da es verschiedene Lebensräume "Wasser" gibt, muss zwischen Bächen, Flüssen, Seen, Teichen und Meeren unterschieden werden. Bäche, Flüsse, Teiche und Seen sind Süsswasserlebensräume. Bäche und Flüsse sind fliessende Gewässer, welche durch ihre Wasserkraft hinsichtlich Form, Breite und Tiefe geformt werden. Im Gegensatz dazu sind Teiche und Seen stehende Gewässer. Ihr Wasseraustausch ist eher gering, was stehende Gewässer gegenüber Verschmutzungen - welche durch menschliche Aktivitäten noch beschleunigt werden - sehr empfindlich erscheinen lässt. Wenn der Nährstoffgehalt und dadurch auch das Algenwachstum übermässig zunimmt, wird der Sauerstoffgehalt zu gering, um Leben im Gewässer zu ermöglichen. Zudem befinden sich zahlreiche Seen im fortlaufenden Prozess der Verlandung. Dies ist ein Prozeß organisch bedingter Sedimentbildung durch den Bewuchs an stehenden Gewässern wie Seen, Altarmen von Flüssen. Aus den abgestorbenen Resten der Pflanzen- und Tierwelt bildet sich Schlamm oder Torf, wodurch die Wassertiefe mit der Zeit immer mehr verringert wird und die einzelnen Pflanzengemeinschaften, die für die Wasser- und Ufervegetation charakteristisch sind, sich immer mehr in Richtung des Gewässerzentrums verlagern und schließlich das Verschwinden des Gewässers bewirken. Röhricht und Großseggen sind dabei von besonders hohem Bauwert für die Ablagerung organischer Bestandteile. Endstadium ist der Bruchwald. In anderer Weise verlanden auch die nährstoff- und humusarmen sowie die nährstoffarmen, aber humusreichen Süßwasserseen. In dem klaren Wasser oligotropher Seen können am Grunde lebende Rosettenpflanzen, in Seen schwimmende Torfmoosdecken (Moor) eine allmähliche Verlandung bewirken, an deren Ende wieder Bruchwälder (Auenlandschaft) stehen können.
Folgende Maßnahmen zur Erhaltung bzw. Sanierung der Seen können ergriffen werden:
==> Reduzierung diffuser Nähr- und Schadstoffeinträge durch Extensivierung der Landnutzung (z.B. Acker zu Grünland, Vernässung von Niedermooren) und Erosionsschutz, insbesondere in Gewässernähe und auf Grenzertragsstandorten
==> Reduzierung der Nährstoffeinträge aus punktuellen Quellen durch Verbesserung der Abwasserbeseitigung (Schmutzwasser), Regenwasserreingigung, Stoffrückhalt an den Mündungen der Zuläufe durch Flachweiher oder technische Anlagen
==> Anhebung des Seewasserstandes
==> Umsetzung ökologisch verträglicher Fischhegepläne
==> ökologisch verträgliche Lenkung der Freizeitnutzung
==> Herstellung der Durchgängigkeit der Zu- und Abläufe
==> Interne Restaurierung (z.B. Schlammbehandlung oder –entnahme, Tiefenwasserableitung) zur schnelleren Erholung.
Einige Links:
Seen-Datenbank (www.seen.de)
Mediendatenbank H2O-Wissen (Umweltbundesamt)
Die "Blaue Europaflagge" für Fischland-Darß
EU: Badewasserqualität steigt weiter
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